Die Methode

 

 

Eintragung beim Patentamt:

Elektrisches Gerät und Verfahren zur Unterstützung des Erlernens und Übens des Musiker-Vibratos

 https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/register?AKZ=1020141075323

 

Die eigenen Klänge werden wellenförmig in der Lautstärke verändert und über offene Kopfhörer dem Raumklang beigemischt. So entsteht zunächst ein unmittelbares Gefühl für die periodischen Tonveränderungen, die dann mehr und mehr aktiv übernommen werden. Ein entspannter Muskeltonus wird bei dieser Methode begünstigt. Schon nach kurzer Zeit prägt sich ein Bewegungsmuster ein, dass dann auch ohne Tremulant abgerufen werden kann. Auch für fortgeschrittene Musiker ist der Tremulant eine gute Hilfe beim Training eines runden, zuverlässigen Vibratos und dem Üben verschiedener Geschwindigkeiten.

 

Im Gegensatz zu Streich- und Zupfinstrumenten ist die Erzeugung des Vibratos bei  Sängern und Bläsern im Innern des Körpers verborgen. Während bei ersteren Instrumentalisten zumindest die physiologische Ausführung des Vibratos durch Anschauung vermittelt werden kann, entzieht sich das komplexe Zusammenspiel der Muskulatur bei Sängern und Bläsern der direkten Wahrnehmung.  

 

Als Vibrato (Musiker-Vibrato) wird von Musikern eine geringfügige periodische Veränderung des Klanges etwa 4 bis 8 Mal pro Sekunde bezeichnet, die meist ohne besondere Kennzeichnung in der Partitur als Effekt zur lebendigen Tongestaltung eingesetzt wird. Dabei werden Veränderungen der Tonhöhe, der Lautstärke oder der Klangfarbe unter dem gemeinsamen Begriff Vibrato zusammengefasst. Soweit die Erzeugung des Vibratos nicht durch Bewegungen der willentlich steuerbaren Muskulatur erzeugt werden kann, entsteht es oftmals unwillkürlich als eine Art Tremor sich antagonisierender Muskelgruppen. Weit verbreitet in der Musiker-Ausbildung ist die Ansicht, dass ein gutes Vibrato „von innen heraus“ kommen muss. Als Hilfsmittel, das innere Bedürfnis zum Vibrato anzuregen und die erforderliche Muskulatur auch ohne konkrete Anweisungen zu animieren, soll der Tremulant zum Einsatz kommen. Der vom Spieler zunächst ohne Vibrato erzeugte Ton wird mittels Mikrofon nahe am Ohr des Spielers aufgenommen, elektrotechnisch mit einem Tremolo-Effekt versehen und in Echtzeit dem Direktschall über offene Kopfhörer wieder  beigemischt. Es entsteht eine psycho-akustische Stimulation, die dem Spieler ermöglicht, in zunehmendem Maße die periodischen Wellen aufzunehmen und selbständig zu erzeugen. Auch nach der Übungsphase mit dem Tremulant als Hilfsmittel bleibt diese Fähigkeit erhalten und kann bei entsprechendem Training dauerhaft erlernt werden. Selbst für ausgebildete Profimusiker können Intensität, Regelmäßigkeit und Geschwindigkeit des Vibratos mit dem Tremulant entscheidend verbessert werden. Außerdem sind mentale und muskuläre positive Effekte zu beobachten, die sich u.a. begünstigend auf den Klang auswirken.

 

Andreas  Schultze-Florey ist Fagottist im Niedersächsischen Staatsorchester Hannover. Seit vielen Jahren widmet er sich Forschungen aus dem Bereich der Bläsermethodik, deren Ergebnisse er in Seminaren und Fortbildungen präsentiert. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Burkard Schwab (HNO, Med. Hochschule Hannover) galt sein Interesse zunächst spezifischen Untersuchungen zu den Druckverhältnissen beim Spiel von Blasinstrumenten. 

Maßgeblich für die Entwicklung einer Methode zum Erlernen des Vibratos war einerseits der Mangel an konkreten Hilfen für Bläser/Sänger und andererseits der Wunsch, das Vibrato von innen heraus in die Bewegung zu führen.

 

Kontakt:

andreas@schuflo.de